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Presseinformation

Offizielle Übergabe von zwei Gerätewagen für den Rettungsdienst
durch den saarländischen Innenminister Klaus Meiser und
den Verbandsvorsteher des Rettungszweckverbandes Clemens Lindemann



Mit der Bereitstellung von zwei Gerätewagen in den Landkreisen Merzig-Wadern und St. Wendel werden dem Rettungsdienst hochwertige Materialkomponenten zur Verfügung stehen, um jeweils bis zu 25 Verletzte versorgen zu können.

In Anwesenheit von Vertretern der Landkreise, der Krankenkassen und der Hilfsorganisationen konnten am 16.09.08 zwei neue 'Gerätewagen Rettungsdienst' (GW-Rett) dem saarländischen Rettungsdienst übergeben werden. Bei einer kurzen Demonstration zeigten Mitarbeiter des DRK wie zügig und Hand-in-Hand der Aufbau der Rettungszelte von statten geht. Landrat Lindemann und der saarländische Innenminister Meiser zeigten sich von der Ausrüstung beeindruckt und betonten die hohe Qualität des saarländischen Rettungsdienstes.

In den beiden baugleichen Fahrzeugen ist medizinisches und technisches Equipment verladen, um bei einem Massenanfall von Verletzten so die gebräuchliche Bezeichnung- bis zu 25 Verletzte auf einem zügig einzurichtenden Behandlungsplatz (BHP) versorgen und behandeln zu können. Der Rettungszweckverband Saar wird diese beiden ersten Fahrzeuge in den Landkreisen Merzig-Wadern und St. Wendel stationieren.

Bei Zustimmung der Kostenträger soll im Folgejahr die Konzeption durch zwei zusätzliche Fahrzeuge vervollständigt werden. Ergänzt wird das Konzept von einem bereits vorhandenem Abrollcontainer 'AB-MANV' (BHP 50), der bei der Berufsfeuerwehr Saarbrücken stationiert ist und zentral von der Landeshauptstadt aus im ganzen Saarland eingesetzt werden kann.

Unter anderem können mit der Beladung eines GW-Rettungsdienst insgesamt vier komplette Intensivbehandlungsplätze aufgebaut werden. Dazu gehören jeweils ein EKG/Defi, ein Beatmungsgerät sowie eine Absaugpumpe. Zur umfangreichen notfallmedizinischen Ausrüstung gehören außerdem diverse Notfallmedikamente, Infusionen, Verband-, Hygiene-, Büro-, Registrierungs- und Ersatzmaterial. Für den Ersteinsatz am Unfallort stehen außerdem insgesamt 10 Notfallrucksäcke für die schnelle Patientenversorgung im unmittelbaren Schadensraum sowie ein spezieller Kindernotfallrucksack zur Verfügung. Die medizinische Ausstattung wird durch technisches Equipment ergänzt, wie z.B. drei Schnelleinsatzzelte, ein Stromaggregat und die Beleuchtung für die Zelte und den Verbandplatz.

Durch die Kompatibilität und die Flexibilität der beiden Gerätewagen Rettungsdienst kann schnell und situationsgerecht reagiert werden und bei Bedarf durch Zusammenführung auch größere Schadensereignisse abgearbeitet werden. Alarmiert werden die 'GW-Rettungsdienst' durch die Rettungsleitstelle des Saarlandes.

Daneben sind im Saarland zwei 'Leitende Notärzte' (Ost/West) sowie drei 'Organisatorische Leiter Rettungsdienst' (OrgL Ost/West/Mitte) ständig einsatzbereit.

Die beiden neuen 'GW-Rettungsdienst' werden auf den DRK-Rettungswachen in Merzig sowie in St. Wendel stationiert. Nach einer entsprechenden Einweisung und Ausbildung werden die Fahrzeuge Ende September offiziell in Dienst gestellt. Die Anschaffungskosten pro Fahrzeug belaufen sich samt Beladung auf rund 190.000 Euro pro Fahrzeug.


Gerätewagen Rettungsdienst Saarland 'GWRett25'


Fahrzeug
1 VW Crafter 50 (Radstand 4325mm) Schaltgetriebe
2,5 TDI 100 KW/135 PS ZulGG 5000kg
Länge/Breite/Höhe 6,85 / 2,21 / 2,45
Einzelkabine mit 3 Sitzplätzen
Aufbau Fa. ADIK, Mudersbach
Warnanlage Hella QRS inkl. Frontblitzer und Heckblitzer
UDS - Unfalldatenspeicher
Funkrufname 40/81 / Standort Merzig
Besatzung: 3 Rettungsdienstmitarbeiter (Bereitschaft 12)
Technik
1 Fahrzeugfunkgerät 4-Meter
1 Handfunkgerät 2-Meter
1 Intelligentes Batterielade- und Erhaltungssystem mit Zusatzbatterie
1 Schnelleinsatzzelt 35 qm
2 Schnelleinsatzzelte 45 qm inkl. Innentrennwand
8 Zeltbeleuchtung 2 x 36W
1 Elektrisches Turbogebläse
4 Zeltgarnituren (2 x groß, 2 x klein)
1 Powermoon 1000W inkl. Stativ
5 Handscheinwerfer LED Adalit
1 Stromaggregat Endress 6 kVA
2 Kabeltrommeln 50 m IP 68
1 Zeltheizung 24 KW
1 Werkzeug, Absperrmaterial, Kennzeichnung usw.
1 Aluminium Klappleiter
Medizin Logistik
6 Krankentragelagerungen
12 Krankentragen klappbar inkl. Infusionsstativ
4 Rettungsbretter 'Spine-Board'
4 Feldbetten
40 Einmaldecken
20 Einmal-Rettungstücher
6 Leichensäcke
1 Einheit 'Registrierung'
4 Sauerstoff-Vorrat 10 Liter inkl. Verteilungssystem mit ZGA Kupplung/ Inhalation
Medizin Technik
4 EKG/Defi Bruker Defigard 2002
4 Absaugpumpen Weinmann Accuvac Rescue
4 Beatmungsgeräte Weinmann Medumat Easy
4 Pulsoximeter Weinmann
4 Mobile 'Intensiv-Türme' (Diagnostik, Therapie)
Medizin Verbrauchsmaterial Mobil
8 Notfallrucksäcke 'Erstangriff' für bis zu jeweils 4 Patienten (rot)
2 Notfallrucksäcke 'Triage' (blau)
1 Notfallrucksack 'Kinder' (gelb)
Medizin Verbrauchsmaterial u.a.
4 Einheiten Verbandmaterial
2 Einheiten Verbrennung
2 Einheiten Infusion (insgesamt 100 NACL, 40 HAES)
3 Einheiten Immobilisation
2 Einheiten Betreuung
3 Einheiten Hygiene/Infektionsschutz/Desinfektion
4 Einheiten Chirurgische Versorgung
2 Einheiten Reserve Einmalmaterial Infusion/ Spritzen
2 Einheiten Reserve Einmalmaterial Intubation/Beatmung/Inhalation
1 Einheit Replantat-Versorgung

Die neuen GW-Rett vor dem aufgebauten Behandlungsplatz


Verbandvorsteher Landrat Clemens Lindemann (3 .v.l.) und Innenminister Klaus Meiser (5.v.l.) übergeben einen symbolischen Schlüssel an die Geschäftsführer des DRK Kreisverbandes Merzig Erich Helfen (1.v.l.) und den Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes St. Wendel Armin Fechler (6.v.l.) sowie der Fahrzeugbesatzung eines GW-Rett Markus Dukat, Lisa Heitmeier und Phillip Ludwig


Innenansicht eines Rettungszeltes mit einsatzbereiten Behandlungsequipment


Die beiden neuen Gerätewagen Rettungsdienst


Teilansicht eines Behandlungsplatzes

Bilder: Kopp

Besatzung während des Einsatzes vor dem offenen Gerätewagen


Bild: Hoor