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Pressenotiz

04.Dez.2008

Spendenscheck über 15.000 Euro für die neue
Hausnotrufanlage an der Rettungsleitstelle des Saarlandes


Durch die großzügige Unterstützung des Vereins Not-Ruf-Saar e.V. konnte die Technik zur Abfrage von Notrufen von Teilnehmern des Hausnotruf-Systems in der Rettungsleitstelle erneuert und die Abfragemöglichkeit deutlich verbessert werden.

Damit kranke, alte oder behinderte Menschen so lange wie möglich in ihrer häuslichen Umgebung leben können, bietet das System des Hausnotrufes eine gute Lösungsmöglichkeit. Der Teilnehmer am Hausnotrufsystem erhält einen tragbaren und handlichen Sender (Funkfinger), über den er bei Bedarf per Knopfdruck eine Verbindung zur Notrufzentrale aufbauen kann. Er kann dann über das Gerät Freisprechen und Lauthören, und in kritischen Situationen Hilfe durch Nachbarn, Pflegedienste oder den Rettungsdienst anfordern. Gleichzeitig werden alle wichtigen medizinischen Daten und Kontaktadressen des Hausnotrufteilnehmers automatisch übermittelt.

Die Alarme des Hausnotrufsystems gehen in der Rettungsleitstelle des Saarlandes ein und von dort wird die entsprechende Hilfe veranlasst, sei es, dass ein Nachbar oder Pflegedienst informiert wird bis hin zum Entsenden eines Notarztes. Während sich in den letzten Jahren das Alarmaufkommen im Bereich Hausnotruf kontinuierlich erhöht hat derzeit werden ca. 28.000 Alarme pro Jahr gezählt- gab es zunehmend Probleme mit der alten Hausnotrufanlage, deren Kapazitätsgrenze erreicht war. So konnten die Alarme beispielsweise nur von einem einzigen separaten Arbeitsplatz aus abgearbeitet werden.

Gemeinsam mit den Betreibern von Hausnotrufgeräten im Saarland, dem Verein NOT-RUF-SAAR e.V., dem Deuteschen Roten Kreuz, dem Arbeiter-Samariter-Bund und dem Malteser Hilfsdienst wurde die Beschaffung einer neuen Hausnotrufanlage im Wert von ca. 80.000 € beschlossen. Die neue Anlage konnte am 01.10.2008 in Betrieb genommen werden. Jetzt kann jeder Disponent der Rettungsleitstelle von seinem jeweiligen Arbeitsplatz auf die Notrufe des Hausnotrufs zurückgreifen und sofort die verbesserten hinterlegten Informationen einsehen.

Der Verein NOT-RUF-SAAR e.V., vertreten durch seinen 1. Vorsitzenden Herrn Lothar Karst, erklärte sich von Anfang an bereit, sich mit einer Spende in Höhe von 10.000,00 Euro an der Beschaffung der neuen Hausnotrufanlage zu beteiligen. Anlässlich des 30 jährigen Bestehens des Vereins konnte die finanzielle Unterstützung sogar überraschend auf 15.000,-- Euro aufgestockt werden. Den Spendenscheck für diesen wichtigen Beitrag konnte der Verbandsvorsteher des Rettungszweckverbandes Saar, Landrat Clemens Lindemann nun aus den Händen des 1. Vorsitzenden Herrn Lothar Karst entgegennehmen.

Seit seiner Gründung im Jahr 1978 setzt sich der Verein NOT-RUF-SAAR e.V. dafür ein, dass moderne Nachrichtentechnik dazu genutzt werden kann, im Notfall schnelle Hilfe anzufordern und organisiert und unterstützt seitdem entsprechende Projekte. Während Anfang der 80er Jahre vornehmlich das Netz der Notrufsäulen an Landstraßen optimiert wurde, begann man 1985 mit der Vermietung und Aufstellung von Hausnotrufgeräten.

Scheckübergabe
Scheckübergabe in den Räumen der Rettungsleitstelle Von links: Bernhard Roth (Geschäftsführer RZV Saar), Clemens Lindemann (Verbandsvorsteher RZV Saar) Harry Jähne (Schatzmeister Not-Ruf-Saar e.V.), Lothar Karst (1. Vorsitzender Not-Ruf-Saar e.V.)
Bild: RDS-LH