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Pressemitteilung

Großübung „Schnellfahrtstrecke“ in Homburg am 24.11.2007

In einer gemeinsamen Großübung von Bundespolizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Deutschem Roten Kreuz, Notfallseelsorge, DB Netz AG , Technischem Hilfswerk, Landespolizei und der Stadt Homburg wurde am 24.11.07 die Zusammenarbeit der beteiligten Organisationen bei der Abarbeitung eines Großschadensereignisses geprobt.

Auf einer an den Bahngleisen entlang führenden Straße kommt es zu einem Verkehrsunfall, infolge dessen ein Linienbus ins Gleisbett stürzt. Ein einfahrender ICE kollidiert mit dem Bus und kommt nach einer Notbremsung im Bahnhofbereich zum Stehen. Sowohl in den verunfallten Fahrzeugen als auch im Zug werden 35 Personen verletzt, weitere 65 unverletzte Personen müssen betreut werden. Dieses konstruierte Schadenszenario war Grundlage einer großangelegten Übung aller Rettungskräfte am vergangenen Samstagnachmittag.

Federführend von der Bundespolizei organisiert, war diese Übung eine wichtige und interessante Herausforderung für die Helfer der Organisationen. Rund 300 Einsatzkräfte der verschiedenen Fachbereiche waren an der Übung beteiligt und mussten unter schwierigsten Bedingungen wichtige und schnelle Entscheidungen treffen. Über 100 freiwillige Mimen des Jugendrotkreuzes und der Bundespolizei Ortsvereines waren als Verletztendarsteller eingebunden und circa 80 Helfer stellten als Schiedsrichter, Beobachter sowie Organisationshelfer den reibungslosen Ablauf der Übung sicher.

Rettungsdienstliche Beteiligung

Seit der Novellierung des Saarländischen Rettungsdienstgesetzes zählt auch die Bewältigung von solchen Großschadensereignissen mit einer Vielzahl von Verletzten zu den Aufgaben des Rettungsdienstes. Hierzu zählt die Sicherstellung einer gemeinsamen rettungsdienstlichen Führungsstruktur, die Bereitstellung von Materialreserven und die Einbindung weiterer unterstützender sanitätsdienstlicher Kräfte im Schadensfall.

Zur Bewältigung der im Rahmen dieser Übung gestellten Aufgaben wurden –ähnlich wie bei einem realen Einsatz- zahlreiche Fahrzeuge des Rettungsdienstes der Standorte Homburg, St. Ingbert, Blieskastel, Gersheim, Neunkirchen und St. Wendel zum Einsatz alarmiert. Auch Einsatzfahrzeuge aus dem benachbarten Rheinland-Pfalz nahmen an der Übung teil. Insgesamt 12 Rettungswagen, 5 Notarzteinsatzfahrzeuge und der Rettungshubschrauber Christoph 16 waren beteiligt, wobei die Fahrzeuge größtenteils durch Platzhalterfahrzeuge gedoubelt wurden, um die Regelversorgung der Bevölkerung zu keiner Zeit zu gefährden. Außerdem koordinierte die „Einsatzleitung Rettungsdienst“ bestehend aus einem Leitenden Notarzt (LNA) und einem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst (OrgL) das rettungsdienstliche Einsatzgeschehen.

Während die Besatzungen der Rettungswagen die Verletzten erstversorgten, wurde zeitgleich durch nachrückende Kräfte ein mobiler Behandlungsplatz aufgebaut, wo eine eingehende Sichtung und Kategorisierung vorgenommen werden konnte, um einen koordinierten Abtransport zu gewährleisten. Rund 2 Stunden nach Eintreffen der ersten Kräfte waren die Verletzten durch den Rettungsdienst versorgt und in die umliegenden Krankenhäuser transportiert.

Nachbereitung der Erfahrungen aus der Großübung

Eines der wichtigsten Ziele einer solchen Übung ist die gemeinsame Aufbereitung der gewonnenen Erkenntnisse, das Offenlegen von Verbesserungspotential und das Aufzeigen von Schnittstellen- sowie Kommunikationsproblemen. Diese Erkenntnisse fließen in die aktuellen und zukünftigen Planungen zum Strukturaufbau und Konzeptionierung des Rettungszweckverbandes ein. Dies zeigt wie wichtig regelmäßige Übungen sind.

Bilder zur Übung

Die Bilder der Galerie geben einen kleinen Eindruck zum Einsatzgeschehen während der Übung.

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