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Über uns

ZWECKVERBAND FÜR RETTUNGSDIENST
UND FEUERWEHRALARMIERUNG SAARLAND (ZRF)


Der Rettungsdienst als öffentliche Aufgabe der Daseinsfürsorge und Gesundheitsvorsorge ist im Saarland eine den Landkreisen übertragene Aufgabe. Um diese Aufgabe landesweit einheitlich und homogen zu erfüllen wurde im Jahr 1977 der Rettungszweckverband Saar (RZV) als Körperschaft des öffentlichen Rechts gegründet. Er ist somit verantwortlich für die flächendeckende und bedarfsgerechte Versorgung der saarländischen Bevölkerung mit Notfallrettung und Krankentransport.

Mit Beschluss der Verbandsversammlung wurde im September 2009 der Rettungszweckverband zum "Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung". Eine Änderung, die eine zukünftige Erweiterung der gesetzlich definierten Aufgaben mit sich brachte. Dazu zählt die zukünftige Einrichtung und der Betrieb einer "Integrierten Leitstelle", in der Rettungsdienst UND Feuerwehr-Notrufe auflaufen - dann unter einer zentralen Notrufnummer für alle nichtpolizeilichen Hilfeersuchen "112".

Zu seinen zentralen Aufgaben zählen insbesondere die Festlegung von Rettungswachenstandorten und die Anzahl der vorzuhaltenden Fahrzeuge um einen leistungsfähigen und wirtschaftlichen öffentlich-rechtlichen Rettungsdienst flächendeckend zu gewährleisten. Außerdem verhandelt der ZRF mit den Krankenkassen die landesweit einheitlichen Preise für die Leistungen des öffentlich-rechtlichen Rettungsdienstes und sorgt durch einen finanziellen Ausgleich unterschiedlicher Erlössituationen an verschiedenen Rettungswachen für eine einheitlich ausgeglichene Finanzsituation.

Gesetzliche Grundlage für die Organisation und Finanzierung des Rettungsdienstes ist das Saarländische Rettungsdienstgesetz aus dem Jahr 2004. Hierin wird festgeschrieben, dass die Standortverteilung der Rettungswachen und die Anzahl der pro Rettungswache vorgehaltenen Fahrzeuge der Notfallrettung so geplant werden soll, dass Notfälle in der Regel innerhalb einer Hilfsfrist von 12 Minuten bedient werden können. Diese Hilfsfrist beginnt mit Eingang des Notrufes in der Rettungsleitstelle und endet mit dem Eintreffen des ersten Fahrzeugs am Notfallort.

Durch die Verteilung der Rettungswachen wird sichergestellt, dass nach einer Fahrtzeit von durchschnittlich 8 Minuten ein Fahrzeug des Rettungsdienstes an der Einsatzstelle eintrifft.

Mit der praktischen Durchführung des Rettungsdienstes sind im Saarland die Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Malteser Hilfsdienst (MHD) sowie die Feuerwehren der Landeshauptstadt Saarbrücken und der Stadt Neunkirchen durch den ZRF beauftragt. "Wir helfen gemeinsam" - so lautet das in grafische Form gefasste Motto, das an den Rettungsdienst-Fahrzeugen aller Organisationen im Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) angebracht ist.

Die im Rettungsdienst eingesetzten Fahrzeuge unterscheiden sich in ihrer Ausstattung und in der Qualifikation des Personals. In der Notfallrettung kommen Rettungswagen (RTW) und Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) und zum Einsatz, in denen alle Medikamente und Geräte vorgehalten, die zur Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen bis zum Erreichen der Klinik notwendig sind. Zum Krankentransport d.h. für nicht-akute Transporte unter qualifizierter Betreuung durch Fachpersonal werden sogenannte Krankentransportwagen (KTW) vorgehalten. Umgangssprachlich wird leider häufig von Krankenwagen gesprochen, auch wenn ein Rettungswagen gemeint ist.

Insgesamt werden an 29 Rettungswachen-Standorten und im Saarland 47 Rettungswagen, 14 Notarzteinsatzfahrzeuge und 49 Krankentransportwagen des öffentlich-rechtlichen Rettungsdienstes vorgehalten. Im Jahr 2009 wurden von allen saarländischen Rettungswachen rd. 70.000 Notfalleinsätze und rd. 100.000 Krankentransporte durchgeführt. In rund 17.000 Fällen rückte der Rettungsdienst aus, ohne dass letztendlich eine medizinische Versorgung und ein Transport notwendig wurden (Leerfahrten).

Die Rettungsleitstelle Saarland, eine Dienststelle des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Saar, lenkt und koordiniert die Einsätze im gesamten öffentlich-rechtlichen Rettungsdienst im Saarland. Alle Notarzteinsatzfahrzeuge, Rettungswagen, Krankentransportwagen erhalten von hier aus ihre Einsatzaufträge und Weisungen. Ebenso wird der Rettungshubschrauber Christoph 16 durch die Rettungsleitstelle eingesetzt.

Die Rettungsleiststelle ist rund um die Uhr saarlandweit unter Telefon 19222 erreichbar. Bei Benutzung eines Mobiltelefons ist die Verwendung der Vorwahl von Saarbrücken ( 0681 ) erforderlich.

Mit der Novellierung des Saarländischen Rettungsdienstgesetzes zählt auch die Bewältigung von Großschadensereignissen mit einer Vielzahl von Verletzten zu den Aufgaben des Rettungsdienstes. Hierzu zählen die Sicherstellung einer gemeinsamen strukturierten rettungsdienstlichen Führungsstruktur, die Bereitstellung von Materialreserven und die Einbindung weiterer unterstützender sanitätsdienstlicher Kräfte im Schadensfall.